Schadenmanagement der Versicherungen


KFZ Gutachter Frankfurt am Main

 

„Schadenservice“

 

Was steckt hinter dem „Schadenservice“ der gegnerischen Versicherungen tatsächlich?

Wie die gegnerischen Versicherungen den Geschädigten weitgreifende Rechts- und Vermögensverluste zufügen!:

  • Unter dem Begriff „Schadenservice“ sind in erster Linie Maßnahmen einiger Versicherungen zusammengefasst, den Geschädigten zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen.
  • Die gegnerische Versicherung ist bemüht dem Geschädigten die Schadensabwicklung komplett oder größtmöglich aus der Hand zu nehmen, um angeblich Ihm den Arbeitsaufwand zu erleichtern. Was sich an für sich verlockend anhört, aber in Wirklichkeit, wird der Geschädigte durch die gegnerische Versicherung um seine Rechte und sein Vermögen gebracht. So wird versucht, Geld zum Nachteil des Geschädigten zu sparen.
  • Im Rahmen dieser Versicherungspolitik, bemühen sich einige Versicherungen in erster Linie, den Geschädigten durch verlangen eines klassischen Kfz-Kostenvoranschlags zum Verzicht auf einen freien, unabhängigen und unparteiischen Kfz-Sachverständigen, sowie freie oder markengebundene Fachwerkstatt als auch juristischen Vertreter einzuleiten. Mit ausgewählten Kfz-Sachverständigenorganisationen und Kfz-Betrieben (Kooperationspartner) werden Sondervereinbarungen zum Nachteil des Geschädigten abgeschlossen. Im Rahmen dieser Maßnahmen, werden Prüfberichte oder Gegengutachten nach Kürzungsvorgaben erstellt, welche geringere Arbeitslöhne (Stundenverrechnungssätze), höhere Restwertaufkäuferpreise und „künstlich hingerechnete“ Totalschadenfälle sowie Mietwagenkonditionen zum nicht Normaltarif beinhalten.

„Sie brauchen keinen (freien, unabhängigen und unparteiischen) Kfz-Sachverständigen, wir schicken Ihnen einen!“:

  • Das erste, was die gegnerische Versicherung versucht, ist zu verhindern, daß Sie Ihren eigenen freien, unabhängigen und unparteiischen Kfz-Sachverständigen beauftragen.
  • Um Ihr vertrauen zu gewinnen, wirbt die gegnerische Versicherung damit, einen Gutachter einer renommierten Kfz-Sachverständigenorganisation, wie z.B. DEKRA oder TÜV zu beauftragen und die Kosten zu übernehmen.
  • Sie sollten wissen, die gegnerische Versicherung beauftragen nur ausschließlich Gutachter, mit denen Kooperationsverträge abgeschlossen wurden, die ausschließlich im Interesse der Versicherung und nicht des Geschädigten handeln.
  • Falls Sie der gegnerischen Versicherung die Beauftragung eines Kfz-Sachverständigen überlassen, so wird dieser „Haussachverständige“ versuchen, seinem Auftraggeber (der Versicherung) Geld zu sparen, indem er den Schaden möglichst geringer als in Wirklichkeit bemisst oder den Zeitwert möglichst geringer als in Wirklichkeit bewertet und den Schaden höher kalkuliert, um einen Totalschadenfall „künstlich hinzurechnen“

„Sie brauchen sich um keine (freie oder markengebundene) Fachwerkstatt zu kümmern, wir haben eine für Sie!“:

  • Um das Vertrauen des Geschädigten zu fördern, erklärt die gegnerische Versicherung, dass sie mit dieser Fachwerkstatt schon lange zusammenarbeite und der Service dort einwandfrei sei.
  • Die gegnerische Versicherung empfiehlt dem Geschädigten eine Fachwerkstatt, um dem Geschädigten die Wahl einer freien Fachwerkstatt seines Vertrauens abzunehmen und vor allem wird versucht, das beschädigte Fahrzeug von einer markengebunden Fachwerkstatt fernzuhalten.
  • Die empfohlene Fachwerkstatt ist in Wirklichkeit ein Kooperationspartner der gegnerischen Versicherung, die aufgrund des Kostendrucks kaum vernünftige Arbeit leisten kann und schnell versucht ist, z.B. gebrauchte Ersatzteile zu verwenden, um die Reparatur möglichst billig zu halten.
  • Ihnen sollte bewusst sein, dass eine möglichst billige Reparatur keine qualitativ hochwertige Reparatur sein kann. Sie laufen also der Gefahr zu, dass beispielsweise die Reparatur Ihres beschädigten Fahrzeuges nicht fachmännisch, nicht vollständig oder anderweitig mangelhaft ausgeführt wird, somit wird also keine Reparatur mit angemessenem Qualitätsmaßstab durchgeführt. 

„Sie brauchen keinen juristischen Vertreter, das verursacht nur unnötig Kosten und Komplikationen!“:

  • Natürlich wird die gegnerische Versicherung Sie als Geschädigten nicht hinweisen, welche Rechtsansprüche Ihnen zustehen und versucht sein, eine Beauftragung eines Rechtsanwalts Ihrerseits zu verhindern, damit der Rechtsanwalt Sie in Hinblick Ihrer konkreten Rechte bezüglich der Schadenersatzansprüche nicht aufklärt. 
  • Wenn Sie den Eindruck erwecken, als wollen Sie möglicherweise einen Rechtsanwalt zur Schadensregulierung hinzuziehen, so wird Ihnen der Sachbearbeiter gezwungenermaßen erklären müssen, daß Sie keinen Rechtsanwalt benötigen, weil es die Umstände nur unnötig erschweren würde. 
  • Mittlerweile gehen die Versicherungen sogar soweit und argumentieren, daß die Rechtsanwaltskosten angeblich dann vom Geschädigten selber getragen werde müssten, da die gegnerische Versicherung dafür nicht aufkommt. Das Ziel ist es, den Geschädigten unbedingt davon abzuhalten einen Rechtsanwalt in die Schadensabwicklung zu involvieren.
  • Falls Sie als Geschädigter die Schadensabwicklung ohne einen Rechtsanwalt vorhaben, so besteht ein erhöhtes Risiko, dass die gegnerische Versicherung Ihre Gesamtschadenersatzansprüche bestehend aus den reinen Sachschäden und Sachverständigenkosten rechtswidrig kürzt, verweigert oder durch den Einwand einer Mitverschuldung (Teilschuld) wird die Entschädigungssumme unberechtigterweise gemindert.
  • Auch wenn bei objektiver Betrachtung eine Hauptverschuldung vom Schadenverursacher ausgeht, wird regelmäßig dem Geschädigten eine angebliche Mitverschuldung (Teilschuld) zugewiesen. Im anderen Fall, falls eine tatsächliche Mitverschuldung (Teilschuld) bestünde, wird der Schuldanteil deutlich stärker bewertet. Die gegnerische Versicherung versucht den Schuldanteil des Geschädigten deutlich höher einzustufen, als dies objektiv überhaupt angemessen und gerechtfertigt wäre.
  • Falls eine tatsächlich hohe Mitverschuldung (Teilschuld) vorliegt, empfiehlt sich aus juristischer und wirtschaftlicher Sicht, auf ein Kfz-Sachverständigengutachten zu verzichten. Sie sollten Ihrem Rechtsanwalt dann lediglich einen klassischen Kfz-Kostenvoranschlag vorlegen. Dieses Verfahren schützt Sie vor weiteren Vermögensnachteilen, somit werden Sie nicht zusätzlich mit den Sachverständigenkosten in Höhe der Teilschuld-Quote belastet. Falls versicherungsseitige Einwendungen darin begründet sein sollten, daß ein Kfz-Kostenvoranschlag nicht ausreichend wäre oder eine Haftungsablehnung vorgetragen wird, sollten Sie eine Klage erheben. Bei späterer notwendigen Hinzuziehung eines gerichtlich bestellten Sachverständigen, übernimmt eine bereits laufende Kfz-Rechtsschutz dann die Verfahrenskosten zuzüglich des gerichtlich bestellten Kfz-Sachverständigen.
  • Weitere Richtungsstrategien liegen darin, daß die gegnerische Versicherung häufig die Erstattung der Sachverständigenkosten mit der Begründung ablehnen, daß für den geschädigten Laien ein angeblich offensichtlich erkennbarer Kleinschaden (trotz Überschreitung der Bagatellschadengrenze und/oder eine Beeinträchtigung verkehrssicherheitsrelevanter Baugruppen zu befürchten ist, da versteckte schadenkausaler sicherheitsrelevanter Aspekte nicht ausgeschlossenen werden können), unbrauchbares oder unrichtiges Kfz-Sachverständigengutachten vorliegt. Des Weiteren werden sogar Aussagen getroffen, daß angeblich allein ein Kfz-Sachverständiger nicht ausreichend wäre und deshalb ein klassischer Kfz-Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt mit einer Hebebühne erbracht werden müßte. Die gegnerische Versicherung verweigert hierbei die Kostenübernahme, um die Sachverständigenkosten auf den Geschädigten abzuwälzen. Die Sachverständigenkosten muss der Schadenverursacher bzw. dessen eintrittspflichtige Haftpflichtversicherung bei Überschreitung der Bagatellschadengrenze ersetzen. Grundsätzlich auch nach § 249 S. 2 BGB dann, wenn sich herausstellt, daß das Kfz-Sachverständigengutachten unbrauchbar oder unrichtig war. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist der Kfz-Sachverständige nicht „Erfüllungsgehilfe“ des Geschädigten, so dass das Risiko von Fehleinschätzungen nicht zu Lasten des Geschädigten auferlegt werden darf. 

„Sie brauchen sich um ein Ersatzfahrzeug nicht sorgen, wir besorgen Ihnen einen!“:

  • Wenn Sie zu erkennen geben, dass Sie ein Fahrzeug z. B. beruflich nutzen und deshalb ein Ersatzfahrzeug benötigen, so wird die gegnerische Versicherung versuchen, Ihnen die Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges abzunehmen.
  • Grundsätzlich haben Sie ein Anspruch auf ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug. Aus Kostengründen stellt die gegnerische Versicherung dem Geschädigten regelmäßig ein Fahrzeug zur Verfügung, welches dem beschädigten Fahrzeug nicht ansatzweise entspricht (mehrere Klassen unter dem beschädigten Fahrzeug) und somit nicht angemessen ist.

Fazit:

  • Bedenken Sie, Sie allein haben als Geschädigter das Recht, die Schadensabwicklung pro aktiv zu bestimmen und zu kontrollieren, damit auch die freie Wahl des freien, unabhängigen und unparteiischen Kfz-Sachverständigen, die freie oder markengebundene Fachwerkstatt und den Rechtsanwalt als juristischen Vertreter sowie einen Mietwagenanspruch zum Normaltarif.

 

Kürzungspolitik

 

Welche rechtswidrige Kürzungspolitik wird noch zum Nachteil der Geschädigten verwendet, um Geld zu sparen?

„Der ermittelte Restwert im Totalschadenfall wurde zu niedrig angesetzt!“:

  • Je höher der Restwert des total beschädigten Fahrzeuges liegt, umso niedriger fällt die Schadensersatzleistung aus, den die gegnerische Versicherung tatsächlich zu bezahlen hat.
  • Meistens beobachtet man, dass höhere Ankaufspreise (Restwert) spezieller Restwertaufkäufer seitens der gegnerischen Versicherung zugrunde gelegt wird, um die Schadensersatzforderung zu mindern. Das führt dazu, dass rechtswidrig zum Nachteil des Geschädigten abgrechnet wird.
  • Falls die gegnerische Versicherung trotz klarer Sach- und Rechtslage und unserer Hinweisung auf die Rechtsbelehrung zum Restwert im Kfz-Sachverständigengutachten, die erstellten Lichtbilder im Internet öffentlich zugänglich gemacht werden, um die Schadenersatzforderung des Geschädigten zu kürzen, liegt ein Rechtsverstoß gegen das Urheberrecht vor.  

„So schwer wie das Fahrzeug beschädigt wurde, liegt ein Totalschadenfall vor!“:

  • Es passiert nicht selten, dass die Reparaturkosten höher und der Wiederbeschaffungswert niedriger als in Wirklichkeit kalkuliert werden.
  • Bei genau den Fällen, in denen die Reparaturkosten bei oder ca. 70% des Wiederbeschaffungswertes des Fahrzeuges liegen, wird regelmäßig versucht, die Reparaturkosten höher und den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges niedriger anzusetzen, so dass dadurch ein echter Totalschaden oder durch ein höheres Restwertangebot ein unechter wirtschaftlicher Totalschaden „künstlich hingerechnet“ wird.
  • Falls es der gegnerischen Versicherung gelingt, einen echten Totalschaden oder unechten wirtschaftlichen Totalschaden „künstlich hinzurechnen“, muss sie dann nur noch den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes lediglich ersetzen. Das führt dazu, dass rechtswidrig zum Nachteil des Geschädigten abgerechnet wird.

„Wir möchten Ihnen einen Gutachter zur Vorbesichtigung schicken, um den Schaden anzuschauen!“:

  • Unter dem Deckmantel der Vorbesichtigung steckt die konkrete Absicht, einen „hauseigenen“ Gutachter zur Begutachtung zu schicken, bevor Sie einen freien, unabhängigen und unparteiischen Kfz-Sachverständigen bestellen. Im Gespräch wird natürlich nicht erwähnt, das mit der Besichtigung eine Erstellung eines Kfz-Sachverständigengutachtens beabsichtigt wird.
  • Falls Sie einer Vorbesichtigung zustimmen sollten, wird die gegnerische Versicherung den Schaden dennoch ohne Ihre unterzeichnete Auftragserteilung nach dem Kfz-Sachverständigengutachten regulieren, den der „hauseigene“ Gutachter im Auftrag der gegnerischen Versicherung erstellen wird. Ein späteres Kfz-Sachverständigengutachten, welches Sie in Auftrag geben werden, wird die gegnerische Versicherung nicht mehr akzeptieren. Das führt dazu, dass rechtswidrig zum Nachteil des Geschädigten abgerechnet wird.

„Wir möchten Ihnen einen Gutachter zur Nachbesichtigung schicken, um eine zweite Meinung einzuholen!“:

  • Unter dem Deckmantel der Nachbesichtigung steckt ebenso die konkrete Absicht, einen „hauseigenen“ Gutachter zur Begutachtung zu schicken, da der Geschädigte sich einen freien, unabhängigen und unparteiischen Kfz-Sachverständigen bestellt hat. Im Gespräch wird natürlich auch nicht erwähnt, das mit der Besichtigung eine Erstellung eines Prüfberichtes oder Gegengutachtens beabsichtigt ist.
  • Falls Sie einer Nachbesichtigung im nicht reparierten Zustand zustimmen sollten, wird es zwangsläufig darauf hinaus laufen, daß der zu regulierende Schaden geringer sei, als der von Ihnen beauftragte freie, unabhängige und unparteiische Kfz-Sachverständiger festgestellt hat. Das führt dazu, dass rechtswidrig zum Nachteil des Geschädigten abgerechnet wird.
  • Falls Sie Ihr beschädigtes Fahrzeug bereits bevor eine Nachbesichtigung gefordert wird, repariert oder veräußert haben sollten, zieht die gegnerische Versicherung ihr Nachbesichtigungsbestreben zurück. Sie sollten wissen, dass die gegnerische Versicherung eigentlich keine Rechtsgrundlage für eine Nachbesichtigung oder Fahrzeuggegenüberstellung besitzt. 

„Sie brauchen keine freie oder markengebundene Fachwerkstatt zur Reparatur, unsere Kooperationswerkstätte sind günstiger und genauso gut!“:

  • Immer häufiger stellen sich die gegnerischen Versicherungen auf den Standpunkt, dass eine Reparaturdurchführung in einer freien oder markengebundenen Fachwerkstatt nicht erforderlich ist und es über die Kooperationswerkstatt günstiger und genau so gut repariert werden kann. Das führt dazu, dass rechtswidrig zum Nachteil des Geschädigten abgerechnet wird.
  • Eine markengebundene Fachwerkstatt ist die bessere Wahl, da derartige Werkstätte vom Hersteller selbst entwickelte Software, spezielle Werkzeuge und Einrichtungen, geschulte Mitarbeiter haben sowie vom jeweiligen Fahrzeughersteller Unterstützung (Support) erhalten.

 

Honorarvorgaben

 

Welche Honorarvorgaben zu den Sachverständigenkosten werden als Richtwerte auferlegt?

Vorgaben von Honorartabellen seitens der HUK Coburg und andere Versicherungen:

  • Das auf die BVSK-Honorarbefragung (2011) basierte Honorartableau der Versicherungswirtschaft ist kein gesetzlicher Maßstab der Gebührenregelung zur Bemessung des Honorars des Kfz-Sachverständigenwesens. Diese Honorarbefragung ersetzt keinesfalls eine schadenersatzrechtliche Prüfung, somit haben derartige Honorarvorgaben keine Bindungswirkung.
  • Solch eine Honorarempfehlung sind kein Vergleichs- und Orientierungsmaßstab für Sachverständigenkosten freier, unabhängiger und unparteiischer Kfz-Sachverständiger. Derartige “Empfehlungen” oder “Gesprächsergebnisse” zwischen einem Sachverständigenverband (BVSK) und der Versicherungswirtschaft sind nach höchstrichterlicher Rechtsprechung definitiv kein Maßstab.
  • Bei dem Gesprächsergebnis zwischen der BVSK und der Versicherungswirtschaft handelt es sich um eine werkvertragliche Preiserhebung zur Überprüfung des Sachverständigenhonorars auf seine Angemessenheit. Im Schadensersatzprozess kommt es aber auf werkvertragliche Gesichtspunkte nicht an.
  • Weder das Gesprächsergebnis noch das Honorartableau sind geeignete Schätzgrundlagen, um die Höhe der Sachverständigenkosten festzustellen. Wenn die Begutachtung erforderlich war, dann ist auch die Höhe der Sachverständigenkosten erforderlich.
  • Der Geschädigte ist grundsätzlich nicht zur Erforschung des Sachverständigenmarktes verpflichtet, um einen besonders preisgünstigen Sachverständigen zu finden, der gegebenenfalls dem BVSK angehört. Hierzu kommt, daß der Kfz-Sachverständige bei der Auftragserteilung seine Kosten noch gar nicht angeben kann.
  • Der Geschädigte muss sich nicht auf Preise verweisen lassen, die aufgrund von Sonderkonditionen mit der Versicherungswirtschaft zustande gekommen sind, da es eine verbindliche Gebührenordnung im Kfz-Sachverständigenwesen nicht gibt.  

 

Risikobeurteilungen

 

Was ist ein Hinweis- und Informationssystem (HIS)?

  • Bei der HIS (Datenbank) handelt es sich um ein Risiko-, Leistungsprüfungs-, sowie Missbrauchsbekämpfungsinstrument.
  • Die gegnerischen Versicherungen geben die Daten (Kfz-Kennzeichen und/oder Fahrzeugidentifizierungsnummer sowie Schadenart) von Schadenfällen mit einer Risikoeinstufung (risikorelevante Identifikationen) nach einer fiktiven Abrechnung an die Informa GmbH. Hierbei wird durch Informationsaustausch beabsichtigt, Sachverhaltsaufklärung bei Versicherungsfällen unter Rückgriff auf frühere Schadensfälle (Schadenhistorie) zu betreiben. Das Hauptbestreben der gegnerischen Versicherung liegt eigentlich darin begründet, gegen spätere Versicherungsmissbräuche vorzugehen.
  • Die gegnerischen Versicherungen verfolgen ein großes Interesse, ob ein Fahrzeug als gestohlen gemeldet wurde, schwerwiegende, unreparierte oder teilweise reparierte Schäden hatte, beziehungsweise Schadensabrechnungen ohne Reparaturnachweis erfolgten.